Programmierung von Cobots: ein Leitfaden für Einsteiger

Auf dem Weg in eine zunehmend digitalisierte Welt sind programmierbare Roboter ein effizientes Werkzeug. Sie übernehmen Tätigkeiten, für die Mitarbeiter ansonsten viel Körperkraft und Zeit aufbringen müssten. Durch die technologische Unterstützung kollaborierender Roboter werden menschliche und technische Ressourcen für andere, höherwertige Arbeiten frei.

Definition: Cobots und ihre Funktionsweise

Als Cobot werden kollaborierende Roboter bezeichnet. Sie übernehmen wiederkehrende, mühselige Aufgaben durch einfache Programmierung und intuitive Bedienung. Bereits seit 2008 entstehen die technologischen Helfer der Automatisierung und bewähren sich in jeder Unternehmensgröße. Eine Integration von Cobots ist separat oder als Integration in bestehende Anlagen möglich. Dabei zeichnet geringer Platzbedarf bei hoher und zuverlässiger Effizienz die künstlichen Helfer aus. Ändern sich die Anforderungen an Produkte und Abläufe, sind Cobots selbst von Einsteigern leicht umrüstbar.

Kinofiktion jetzt im unternehmerischen Alltag angekommen

Roboter als fiktive, metallische Geschöpfe lassen seit Jahrzehnten Zuschauern im Kino Schauer über den Rücken laufen. Positiv besetzt ist dabei der Auftritt von C-3PO und R2-D2 aus dem Star-Wars-Universum der späten 1970er Jahre. Wahrhaft angsteinflößend dagegen präsentierte sich T-800 wenige Jahre später mit dem Start der Terminator-Filme. Schließlich seien auch die fiktiven Fähigkeiten von Data aus den Star-Trek-Reisen nicht unerwähnt. Anders als diese Filmhelden nehmen kollaborative Roboter in der Wirklichkeit keine Selbstprogrammierung vor. Das macht sie zu vertrauenswürdigen Helfern in realen Betriebsumgebungen.

Roboter Programmierung: Fünf Schritte für Einsteiger

Ziel unserer Entwicklungen ist eine einfache Handhabung kollaborierender Roboter. Damit senken wir die Hemmschwelle für Unternehmen auf neuen Wegen zur Automatisierung von Produktionsprozessen. Passende Software zur Roboter Programmierung stellen wir als Nutzeroberfläche PolyScope bereit. Mit ihrer Hilfe genügen Grundkenntnisse in IT, um künftig schneller zu produzieren und Mitarbeiter zu entlasten. So gehen Nutzer am einfachsten und zeiteffizient vor:

Werkzeug einrichten

Endeffektoren sind Werkzeuge, vergleichbar mit den bedienten Händen des Cobots. Sie werden über den TCP (Tool Center Point) als zentralen Ankerpunkt, den Werkzeugschwerpunkt als integrierten Assistenten sowie die Nutzlast des angeschlossenen Endeffektors eingerichtet.

Wegpunkte und Cobot-Bewegungen definieren

Wie ein menschliches Gelenk bewegen sich auch die Cobot-Bewegungen unterschiedlich. Festgelegt werden im zweiten Schritt der Programmierung die Gelenkbewegung, die Linearbewegung und die konstante Bewegung. Alle drei Bewegungsarten werden über Wegpunkte, gerade Bewegungsstrecken sowie Ablageoptionen für Werkstücke definiert.

Externe Geräte und Endeffektoren zur Interaktion

Jede Anwendung (Applikation) muss für die Interaktion zwischen Cobot, Endeffektor und externe Geräte konfiguriert werden. Dies geschieht als Aktionsbefehl. Dieser bestimmt zum Beispiel, welche Kraft für das Aufnehmen neuer Werkzeuge mit unterschiedlicher Nutzlast nötig ist und welche Kraft bei der Ablage wirken soll.

Applikationssicherheit gewährleisten

Für die Sicherheitsaspekte einer Anlage in Kollaboration mit dem Roboter können unterschiedliche Sicherheitsfaktoren eingestellt werden. TÜV-Zertifikate gibt es zum Beispiel für den reduzierten Modus, ein Sicherheitsstopp bei Stillstand oder ein Not-Aus in Risikosituationen.

Zykluszeiten optimieren

Je nach Arbeitsaufgabe und definierten Programmierpunkten lassen sich über PolyScope Verschleifradien programmieren. Dies vermeidet unnützes Absolvieren kompletter Wegstrecken, wenn für den automatisierten Arbeitsprozess auch Wege vorher ohne Stopp zurückgelegt werden können.

Fazit:
Cobots sind effiziente und programmierbare Helfer bei der Automatisation vieler Produktionsprozesse. Auch Anwender mit wenig Programmiererfahrung können für jedes Unternehmen und jeden Anlagebereich individuelle Einstellungen vornehmen. Ziel ist die Erhöhung der Effizienz bei vergleichsweise geringem Investitionsaufwand.

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